Ruhepol Folge 86

Shownotes

Willkommen im Ruhepol – Die vielen Gesichter der Gelassenheit (Teil 6)🌿

Was bleibt am Ende unserer Reise durch die verschiedenen Vorstellungen von Gelassenheit?

Im sechsten und abschließenden Teil führen wir die Gedanken von Meister Eckhart, den Stoikern, dem Daoismus und Buddhismus bis hin zur modernen Psychologie zusammen. Philosophien aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturen – verbunden durch eine erstaunlich zeitlose Frage: Wie können wir innerlich ruhig bleiben, wenn das Leben nicht nach Plan verläuft?

Dabei zeigt sich: Gelassenheit bedeutet weder Gleichgültigkeit noch ein Leben ohne schwierige Gefühle. Sie bedeutet vielmehr, unterscheiden zu lernen – zwischen dem, was wir verändern können, und dem, was wir loslassen dürfen. Zwischen einem Gedanken und einer Tatsache. Zwischen dem Wunsch nach Kontrolle und dem Vertrauen darauf, mit Veränderungen umgehen zu können.

In dieser Folge geht es um:

  • die wichtigsten Erkenntnisse aus allen sechs Teilen
  • Loslassen als Form innerer Freiheit
  • die stoische Frage: Was liegt wirklich in meiner Hand?
  • Vertrauen und das Prinzip des Wu Wei
  • Vergänglichkeit und Achtsamkeit im Buddhismus
  • Resilienz, Dankbarkeit und Selbstmitgefühl
  • einen freundlicheren inneren Dialog
  • kleine, konkrete Wege zu mehr Gelassenheit im Alltag

Vielleicht lässt sich Gelassenheit mit einem Baum im Sturm vergleichen: Seine Äste bewegen sich im Wind, seine Blätter geraten in Bewegung – doch seine Wurzeln geben ihm Halt.

Diese Wurzeln entstehen nicht über Nacht. Sie wachsen mit unseren Erfahrungen, mit überwundenen Krisen, bewussten Pausen und der Entscheidung, auch mit uns selbst etwas freundlicher umzugehen.

Und vielleicht liegt darin die wichtigste Erkenntnis dieser Reihe: Das Leben beginnt nicht am Wochenende, im nächsten Urlaub oder dann, wenn endlich alles geregelt ist. Es findet jetzt statt.

Gelassenheit ist deshalb möglicherweise weniger ein Ziel als eine tägliche Praxis – mit etwas mehr Vertrauen, Mitgefühl und der Erkenntnis, dass nicht immer alles gleichzeitig gelöst werden muss.

Manchmal reicht der nächste kleine Schritt.

Und manchmal reicht ein tiefer Atemzug. 🌿🌸 Bis zur nächsten Folge von Ruhepol Eure Ines

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen im Ruhrpol, die vielen Gesichter der Gelassenheit Teil sechs.

00:00:06: Wenn wir auf unsere Reise heute zurückblicken, dann wird deutlich das Gelassenhalt kein Geheimnis einer einzelnen Kultur oder einer bestimmten Religion ist.

00:00:16: Sie ist ein menschliches Bedürfnis.

00:00:18: Seit Jahrtausenden suchen Menschen nach Antworten oft dieselben Fragen wie gehe ich mit Unsicherheiten um?

00:00:24: Wie finde ich innere Ruhe?

00:00:25: Wie kann ich glücklich sein obwohl das Leben nicht immer nach Plan verläuft?

00:00:29: Und vielleicht liegt genau darin etwas sehr Tröstliches, denn wenn sich Menschen seit Jahrtausenden von Jahren mit diesen Fragen beschäftigen dann zeigt das auch dass wir mit unseren Sorgen nicht alleine sind.

00:00:39: Jede Generation hat ihre Herausforderungen.

00:00:42: früher war es Kriegerung als Nöte oder Krankheiten.

00:00:44: heute sind ständige Erreistbarkeit Informationsflut Leistungsdruck und die Erwartung immer funktionieren zu müssen.

00:00:53: Die äußeren Umstände haben sich verändert Der Mensch selbst dagegen erstaunlich wenig.

00:00:57: Wir wünschen uns Sicherheit, wir möchten dazugehören und geliebt werden.

00:01:00: Wir möchten das Gefühl haben, dass unser Leben einen Sinn hat.

00:01:03: Vielleicht besteht gelassenheitlich deshalb gar nicht daran weniger zu fühlen sondern bewusster zu leben.

00:01:09: Im Laufe dieser Folge haben wir ganz unterschiedliche Denkweisen kennengelernt.

00:01:13: Meister Eckart erinnert uns daran, dass loslassen keine Niederlage ist Sondern manchmal der Beginn innerer Freiheit.

00:01:20: Die Historiker zeigen uns, wie viel Kraft darin liegt zwischen dem zu unterscheiden was wir beeinflussen können und dem was außerhalb unserer Kontrolle liegt.

00:01:29: Der Dauismus luden uns ein nicht gegen jede Strömung anzuschwimmen sondern dem Leben manchmal mit etwas mehr Vertrauen zu begegnen.

00:01:37: Der Buddhismus macht deutlich dass viele unserer Gedanken und Sorgen dadurch entstehen weil wir versuchen Dinge festzuhalten die sich ohnehin verändern Und die moderne Psychologie bestätigt heute vieles davon.

00:01:50: Sie zeigt, dass Achtsamkeit, Dankbarkeit selbst wird Gefühl und soziale Beziehungen unser Wohlbefinden tatsächlich stärken können!

00:02:00: Mich hat bei all diesen Gedanken vor allem eines beeindruckt... Keine dieser Philosophien verspricht ab perfektes Leben.

00:02:08: Keine behauptet das wir nie wieder traurig sein werden oder das schwierige Zeiten verschwinden.

00:02:14: Gelassenheit bedeutet nicht ständig glücklich zu sein, sie bedeutet auch nicht dass uns nichts mehr berührt.

00:02:19: im Gegenteil.

00:02:20: Ein gelassener Mensch spürt in seine Gefühle genau wie jeder andere der unterscheidet... Entschuldigung!

00:02:27: Der Unterschied besteht darin, dass diese Gefühlen nicht bei der Steuer übernehmen.

00:02:33: Vielleicht kennst du das Bild eines großen Baums während einer Sturms Die Äste bewegen sich die Blätter werden vom Winter fast Manchmal brechen sogar kleine Zweige ab, doch die tiefen Wurzeln bleiben.

00:02:46: Vielleicht ist Gelassenheit genau das nicht startzuwerden, nicht unbeweglich zu sein sondern Wurzel zu entwickeln, die auch dann tragen wenn der Wind stärker wird.

00:02:56: und diese Wurzen entstehen nicht an einem Tag.

00:02:59: sie wachsen langsam mit jeder Erfahrung, mit jeder Krise die wir überstanden haben Mit jeder Entscheidung freundlich mit uns selbst umzugehen – mit jedem Moment in dem wir bewusst innehalten.

00:03:11: Deshalb möchte ich dir zum Abschluss dieser Folge noch einiges Gedanken mitgeben.

00:03:16: Vielleicht suchst du dir einfach einen Gedanken aus, der dich heute am meisten anspricht?

00:03:20: Vielleicht fragst du dich heute Abend einmal ganz bewusst, worüber mache ich mir gerade Gedanken – obwohl ich es überhaupt nicht beeinflussen kann!

00:03:29: Vielleicht entscheidest du dich morgen dafür dein Handy zehn Minuten liegen zu lassen und stattdessen einfach aus den Pencil zu schauen oder einen kleinen Spaziergang zu machen.

00:03:38: Vielleicht nimmst du dir heute Abend drei Minuten Zeit und überlegst dir drei Dinge, für die du sehr dankbar bist oder du auch renastig an einer stressigen Situation.

00:03:48: An den Satz der Stoika Was liegt jetzt wirklich in meiner Hand?

00:03:53: Manchmal genügt genau diese Frage um wieder klarer zu sehen Und vielleicht erlaubst du dir auch, etwas freundlicher mit dir selbst zu sein.

00:04:01: Wir gehen oft liebevollen mit anderen Menschen um und wir trösten sie.

00:04:04: Wir machen ihnen Mut!

00:04:06: Wir sagen ihnen das Fehler passieren dürfen.

00:04:08: Doch wenn es um uns selbst geht, sprechen wir häufiger viel härter.

00:04:14: Gelassenheit beginnt deshalb auch mit einem liebevollen inneren Dialog.

00:04:18: nicht perfekt sein zu müssen, nicht jede Antwort zu kennen, nicht jeden Tag hundert Prozent leisten zu müssen einfach Mensch sein zu dürfen.

00:04:26: Ich glaube, dass genau darin eine sehr große Freiheit liegt.

00:04:30: Zum Abschluss möchte ich dir noch ein Gedanken mitgeben, der mich persönlich schon sehr lange begleitet.

00:04:36: Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens damit auf den nächsten Moment zu warten Auf das Wochenende, auf den Urlaub, auf dem Feierabend und auf den richtigen Zeitpunkt auf bessere Umstände.

00:04:47: Dabei befindet sich das Leben genau hier und jetzt In diesem Atemzug in diesem Augenblick in diesen Gespräch.

00:04:54: Gelassenheit ist deshalb gar kein Ort, den wir irgendwann erreichen.

00:04:57: Es ist vielmehr eine Entscheidung die wir jeden Tag aus Neu treffen können.

00:05:02: Eine Entscheidung dem Leben mit etwas mehr Vertrauen, etwas mal Mitgefühl und etwas mehr Ruhe zu begegnen.

00:05:09: Ich hoffe dass sich diese Gedankenanstück begleiten und ihr vielleicht in einer oder der einen oder anderen Situation helfen könnt Ein Moment innezuhalten und dich daran zu erinnern das nicht alles gleichzeitig gelöst werden muss.

00:05:22: Manchmal reicht der kleine nächste Schritt.

00:05:25: Und manchmal reicht auch ein tiefer Atemzug.

00:05:28: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast diese Folge gemeinsam mit mir zu verbringen!

00:05:33: Wenn dir diese Episode gefallen hat freue ich mich sehr wenn du den Ruhepol abonnierst oder an den Menschen weiter empfiehlst denen diese Gedanken ebenfalls gut tun könnten.

00:05:43: Bis zur nächsten Folge wünsche ich dir viele kleine Momente der Gelassenheit Vertrauen in deinen eigenen Weg Und vor allem die Fähigkeit, auch im Trubel des Alltags immer wieder ein Ruhepohl in dir selbst zu finden.

00:05:55: Macht es gut!

00:05:56: Bis zum nächsten Mal, eure Innes.

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