Ruhepol Folge 93
Shownotes
🎙️ Ruhepol Folge 93
Yoga Nidra: Tief entspannen, ohne schlafen zu müssen
💖 Willkommen bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance.
Der Körper ist müde, aber der Kopf läuft weiter. Gedanken springen, der Tag klingt nach und selbst im Bett fällt es manchmal schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen.
In dieser Folge widmen wir uns Yoga Nidra, einer geführten Praxis tiefer Entspannung, die häufig als „Yoga-Schlaf“ bezeichnet wird. Dabei geht es nicht darum, einschlafen zu müssen. Stattdessen darf der Körper immer ruhiger werden, während die Aufmerksamkeit sanft durch verschiedene Wahrnehmungen geführt wird.
Nach einer kurzen Einführung beginnt eine gemeinsame Yoga-Nidra-Praxis: Wir richten die Aufmerksamkeit nacheinander auf einzelne Bereiche des Körpers, beobachten den Atem und lassen innere Bilder entstehen. Dazu kommt das Sankalpa – ein kurzer, positiv formulierter innerer Entschluss, der die Praxis begleitet.
✨ In dieser Folge:
• Was Yoga Nidra eigentlich bedeutet • Warum Entspannung nicht erzwungen werden muss • Eine geführte Reise durch den gesamten Körper • Bewusste Wahrnehmung des Atems • Das Sankalpa als persönliche innere Ausrichtung • Ruhige Visualisierungen von Sternenhimmel, Meer und Horizont • Ein sanfter Weg zurück in den Alltag
Diese Folge hörst du am besten im Liegen an einem ruhigen Ort, an dem du für eine Weile ungestört bist.
⚠️ Wichtig: Bitte höre die geführte Praxis nicht beim Autofahren oder bei Tätigkeiten, die deine volle Aufmerksamkeit erfordern.
📚 Buchtipps
Richard Miller – „Yoga Nidra“ Eine fundierte Einführung in Yoga Nidra und die Verbindung von tiefer Entspannung, Meditation und bewusster Wahrnehmung.
Swami Satyananda Saraswati – „Yoga Nidra“ Ein Klassiker zum Thema und eine ausführliche Darstellung der traditionellen Yoga-Nidra-Praxis.
Jon Kabat-Zinn – „Gesund durch Meditation“ Ein grundlegendes Werk über Achtsamkeit und den bewussten Umgang mit Körper, Gedanken und Belastungen des Alltags.
Thich Nhat Hanh – „Das Wunder der Achtsamkeit“ Eine ruhige und zugängliche Einladung, wieder bewusster im gegenwärtigen Moment anzukommen.
🌙 Ruhe muss nicht bedeuten, dass kein Gedanke mehr da ist. Manchmal reicht es, den Gedanken für einen Moment nicht mehr hinterherzulaufen.
💖 Danke, dass du heute bei Ruhepol dabei warst.
Wenn dir diese Yoga-Nidra-Praxis guttut, kannst du die Folge jederzeit wiederholen – am Abend, während einer ruhigen Auszeit oder an einem Tag, an dem dein Kopf einfach nicht abschalten möchte.
🎧 Ruhepol – dein Podcast für Inspiration und innere Balance.
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen bei Ruhrpult, deinem Podcast für Inspiration und innerer Balance.
00:00:07: Es gibt Tage an denen selbst Ruhe anstrengend erscheint.
00:00:10: Wir legen uns hin, schließen die Augen und trotzdem läuft der Kopf weiter.
00:00:14: Gedanken springen von einem Thema zum nächsten.
00:00:16: Wir planen, erinnern uns, grübeln und führen Gespräche weiter, die längst schon vorbei sind!
00:00:23: Der Körper liegt vielleicht schon auf dem Sofa oder im Bett aber der Geist ist noch mitten im Alltag.
00:00:28: Genau hier setzt Yoga nie dran.
00:00:30: Der Begriff wird häufig mit Jugerschlaf übersetzt.
00:00:33: Dabei geht es nicht darum, einfach einzuschlafen.
00:00:36: Jogerniedra ist eine geführte Form tiefer Entspannung bei dem der Körper zunehmend zur Ruhe kommt während dein Teil unserer Aufmerksamkeit wach bleibt.
00:00:44: Heute möchte ich mich mit euch deshalb nicht nur etwas über Jogarniedra erzählen.
00:00:50: Ich möchte euch mitnehmen in einer kleinen Praxis Eine Reise durch den Körper Den Atem und die eigene Wahrnehmung.
00:00:57: Diese Folge könnt ihr am besten im Liegen hören.
00:01:00: sucht euch einen Ort, an dem ihr für ein Weile umgestört seid.
00:01:04: Und bitte hört diese Übungen nicht beim Autofahren oder Situationen in denen ihr Aufmerksamkeit bleiben müsst.
00:01:12: Was ist Yoga Nitra?
00:01:13: Yoga Nitras verfolgt einen anderen Ansatz.
00:01:16: Wir müssen für einen Moment nichts erreichen.
00:01:17: wir müssen nichts verbessern und nichts lösen.
00:01:19: Wir richten unsere Aufmerkksamkeit stattdessen immer wieder auf den Körper, den Atem und den unterschiedlichen Wahrnehmung.
00:01:27: Dadurch bekommt der Geist etwas, woran er sich sanft orientieren kann ohne sich anstrengend zu müssen.
00:01:34: Und genau hier das probieren wir gemeinsam aus!
00:01:37: Die Vorbereitung legt dich bequem auf den Rücken, richtet dich so ein dass du die nächsten Minuten möglichst ruhig liegen kannst.
00:01:46: Vielleicht möchtest du dein Kopf leicht unterstützen oder dich mit einer Decke zudecken.
00:01:53: Lass deine Füße locker auseinanderfallen.
00:01:57: Deine Arme liegen entspannt neben deinem Körper, die Handflächen zeigen gleich nach oben oder liegen so wie es sich für dich angenehm anfühlt.
00:02:10: Schließe langsam deine Augen.
00:02:13: spüre zunächst nur dass du hier liegst.
00:02:16: Du musst noch gar nichts versuchen.
00:02:20: Du entspannst dich.
00:02:22: nimm einfach wahr das der Boden dich trägt.
00:02:27: Atme einmal etwas tiefer durch die Nase ein Und langsam wieder aus.
00:02:35: Noch einmal einatmen und mit dem Ausatmen darf er wenig von den gehen, was du heute nicht mehr brauchst.
00:02:51: Vielleicht hast Du Geräusche Geräusch im Raum Geräuschen außerhalb des Raumes vielleicht Verkehr Stimmen Wind oder irgendein leises Geräusches im Hintergrund.
00:03:11: Du musst nichts davon verändern.
00:03:15: Nimm es wahr und lass es wieder weiterziehen.
00:03:22: Jetzt bringen deine Aufmerksamkeit zurück zu deinem Körper, wie fühlt er sich gerade an?
00:03:29: Vielleicht gibt es Bereiche die sich schwer anfühlen andere vielleicht leicht, vielleicht spürst du Wärme oder Kühle, vielleicht bemerkst du irgendwo eine kleine Spannung.
00:03:44: sie darf einfach da sein.
00:03:58: ich bin ruhig und gelassen.
00:04:02: Ich fand traur mir Ich gehe mein Weg mit Leichtigkeit, ich bin glücklich.
00:04:12: Wähle einen Satz der heute zu dir passt.
00:04:17: Sprich ihn jetzt in Gedanken dreimal langsam für dich aus und dann lass ihn wieder los!
00:04:30: Eine Reise durch dein Körper.
00:04:31: wir beginnen jetzt mit der rechten Hand.
00:04:34: bringe deine Aufmerksamkeit zu deinen rechten Daumen zum Zeigefinger zum Mittelfinger zum Ringfinger kleiner Finger.
00:04:48: Spüre die gesamte rechte Hand.
00:04:51: Die Handfläche, den Handrücken, das Handgelenk, den Unterarm, den Ellenbogen, den Oberarm, die rechte Schulter.
00:05:06: Spüre deinen gesamten rechten Arm und wandert eine Aufmerksamkeit zur rechten Hüfte zum rechten Oberschenkel, zum Knie, zum Unterschenkel zum Fußgelenk zur Ferse, zur Fußsule und schließlich zu dein Zehn.
00:05:33: Spüre für einen Augenblick die gesamte rechte Seite des Körpers und atme entspannt ein- und wieder aus.
00:05:47: Jetzt wechseln wir zur linken Seite.
00:05:49: Linker Daumen, Seigefinger, Mittelfinger Ringfinger kleiner Finger Die Handfläche der Handrücken das Handgelenk Der Unterarm, der Ellenbogen.
00:06:09: Der Oberarm die linke Schulter.
00:06:12: Der gesamte linke Arm weiter zur linken Hüfte zum linken Oberschenkel, zum Knie, zum Unterschenkel zum Fußgelenk, zur Ferse, zur Fußsohle zu den Zähnen.
00:06:31: und jetzt nehmen die gesamte linke Körperseite wahr und atmen nochmal entspannt ein und wieder aus.
00:06:43: Bringe nun deine Aufmerksamkeit zu deinem Gesicht, zu Stirn.
00:06:50: Zu den Augenbauen, zu deinen geschlossenen Augen, zu den Schleifen, zur Nase, zu Deinen Wangen und zu den Litten zum Kiefer.
00:07:07: Vielleicht kannst du den Kiefern noch ein kleines bisschen lockern.
00:07:11: Spüre Dein Hals, Deine Schultern, deine Brust, den Oberbau dem Bauchnabel den Unterbau, den Rücken das Becken beide Beine beide Arme dem Kopf und schließlich den gesamten Körper.
00:07:36: Bringe deine Aufmerksamkeit zu deinem natürlichen Atem.
00:07:41: du musst nicht besonders tief atmen.
00:07:44: beobachte nur einatmen, ausatmen.
00:07:49: vielleicht bemerkst Du wie sich Deine Bauchthecke beim Einatmen ein wenig hebt und beim Ausatmen wieder senkt, ganz von selbst ohne Anstrengung.
00:08:00: Dein Körper weiß wie er funktioniert.
00:08:07: Beginne nun deine Atemzüge rückwärts zu zählen.
00:08:10: Starte bei zehn.
00:08:12: Einatmen.
00:08:16: Zählen ausatmen, einatmen neun.
00:08:20: Ausatman neun, ein atmen acht, ausatman acht und so weiter.
00:08:30: zählen deinen eigenen Rhythmus weiter bis eins.
00:08:34: Wenn du dich verzählst, ist das überhaupt kein Problem.
00:08:37: beginn einfach wieder bei zehn.
00:08:54: Wir enden nun langsam das Zählen.
00:08:57: spüretert es stattdessen den Atem an deiner Nase.
00:09:01: vielleicht bemerkst Du ein fein Luftstrom.
00:09:05: die Luft beim Einatmen Die Luft beim Ausatmen ganz ruhig und selbstverständlich.
00:09:17: Und nun vor, hinter deinen geschlossenen Augen öffnet sich ein weiter dunkler Raum.
00:09:23: Du musst nichts Bestimmtes sehen!
00:09:25: Vielleicht entstehen Bilder?
00:09:27: Vielleicht Farben?
00:09:29: Vielleicht nur Dunkelheit?
00:09:32: Alles ist richtig.
00:09:34: Stell dir einen klaren Sternenhimmel vor.
00:09:43: Ein kleines Segelboot weit draußen am Horizont.
00:09:53: Samtste Wellen die an einem ruhigen Strand rollen.
00:10:01: Das Meer reicht bis zum Horizont, weit offen still.
00:10:07: Mit jeder Welle kommt etwas und mit jeder Welle darf etwas gehen.
00:10:13: Du musst nirgendwo hin!
00:10:15: Für diesen Moment reicht es vollkommen einfach hier zu sein.
00:10:32: Lass auch deine Gedanken wieder ziehen zurück in den Raum.
00:10:36: beginne langsam dein Atem wieder etwas bewusster wahrzunehmen.
00:10:41: spüre deinen Körper wieder auf der Unterlage.
00:10:46: spüre deine Hände Deine Füße, deine Beine, deine Arme.
00:10:56: Wenn wieder die Geräusche im Raum war vielleicht möchtest du deine Finger ein wenig bewegen Dann deine Zehen.
00:11:04: Vielleicht streckst du dich jetzt ganz sanft.
00:11:06: lasst dir Zeit.
00:11:08: Du musst nicht sofort aufspringen und wieder funktionieren.
00:11:17: Und wenn es sich richtig anfühlt öffne langsam deine Augen.
00:11:26: Vielleicht fühlst du Dich als tief entspannt Vielleicht etwas wacher und klarer, vielleicht hast du auch gar keinen spektakulären Unterschied bemerkt.
00:11:40: Auch das ist vollkommen in Ordnung.
00:11:42: Entspannung ist kein Wettbewerb und Yoga-Nitra keine Aufgabe die wir besonders gut erledigen müssen.
00:11:49: Manchmal besteht die eigentliche Qualität dieser Praxis darin für einige Minuten aufzuhören ständig etwas von uns selbst zu verlangen.
00:11:58: unser Körper darf ruhen Unsere Gedanken dürfen leiser werden.
00:12:03: Wir dürfen mal leben, dass wir in jedem Gedanken folgen müssen, der an unseren Kopf auftaucht!
00:12:10: Das ist genau eine Form von innerer Balance, die nicht immer noch mehr zu tun sondern zwischendurch bei uns wieder selbst ankommen dürfen.
00:12:18: Danke, dass du heute bei Ruhepol dabei warst Wenn dir diese Yoga niederer Praxis gut getan hat kannst du diese Folge jederzeit wiederholen am Abend In einer ruhigen Pause oder in einem Tag, an denen dein Kopf einfach nicht abschalten möchte.
00:12:32: Passt gut auf dich auf und gönn dir deine Ruhe!
00:12:36: Bis zur nächsten Folge von Ruhrpol, Deine Ines.
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