Ruhepol Folge 67
Shownotes
Ruhepol Folge 67 🌿
Thema: Identität, Wandel & Vertrauen ✨
In dieser Folge geht es um die Frage, wer wir sind – und wer wir glauben sein zu müssen. 🪞 Du erfährst, warum Identität kein festes Konstrukt ist, sondern ein dynamischer Prozess, der sich entwickeln darf. 🌱
Wir sprechen darüber:
- warum der Drang nach Selbstoptimierung oft aus einem Gefühl von Mangel entsteht ⚖️
- wie äußere Einflüsse wie Social Media unser Selbstbild prägen 📱
- weshalb feste Identitäten inneren Druck erzeugen können 🧠
- und warum echte Entwicklung nicht durch Kontrolle, sondern durch Erleben entsteht 🌊
Außerdem tauchen wir in den „Zwischenraum“ ein – diese oft unbequeme, aber kraftvolle Phase, in der Veränderung wirklich passiert. 🔄
Am Ende der Folge erwartet dich eine geführte Herzraum-Meditation (Anahata) 💚, die dich dabei unterstützt, Vertrauen nicht nur zu verstehen, sondern zu fühlen. 🤍
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Du hast täglich mehrere Sessions, kombiniert mit Zeit für dich, für Reflexion und für diese Zwischenräume, über die wir heute gesprochen haben. 🌌
Ein zweiter Ort, den ich dir in diesem Zusammenhang empfehlen kann:
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Ein Retreat, das urban und ruhig zugleich ist – und dir genau diesen Raum gibt, weiterzugehen.
Nicht als nächstes Ziel. 🎯 Sondern als nächste Erfahrung. ✨
Wenn dir diese Folge gutgetan hat, dann bleib gern hier im Ruhepol 🌿 – und teile sie mit jemandem, der das gerade hören sollte. 🤍
Bis zur nächsten Folge im Ruhepol. Eure Ines🎧✨
Transkript anzeigen
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen im Ruhepult, deinem Raum für Klarheit und neue Perspektiven.
00:00:11: Heute geht es um Identität, Optimierungszwang und Vertrauen – um innere Räume die wir oft viel zu schnell füllen anstatt sie einfach wirken zu lassen und um die leisen Übergänge, in denen wir uns verändern ohne sofort benennen zu können.
00:00:25: Viele junge Menschen spüren heute einen starken Drang sich zu entwickeln besser zu werden mehr zu erreichen.
00:00:31: aber viel entscheidender ist aus welchem Gefühl heraus wir das tun denn vielleicht geht es gar nicht darum immer mehr zu werden sondern darum nicht aus einem inneren Mangel herauszuhandeln.
00:00:43: Wenn dich das Thema beschäftigt, dann bist du hier genau richtig.
00:00:45: Ich bin Iles und das ist ein Ruhepol!
00:00:48: Die Idee von einfach nur sein wirkt auf viele junge Menschen fast wie ein Widerspruch in dem inneren Drang zu wachsen, sich zu beweisen, sich so entwickeln... Und dieser Drang ist nicht falsch.
00:00:59: im Gegenteil er ist entwicklungpsychologisch absolut sinnvoll.
00:01:03: Viele junge Menschen bewegen sich heute in einem Umfeld das Start geprägtes von Permanenter Vergleichbarkeit, sichtbarer Leistung, kuratierten Identitäten zum Beispiel über Instagram oder TikTok.
00:01:14: Das erzeugt ein sehr spezifisches Narrativ.
00:01:17: Du bist noch nicht genug für was auch immer aber du könntest es werden und genau da entsteht Druck!
00:01:24: Für junge Menschen heißt das konkret, du darfst mehr werden, du sollt sogar mehr werden... Aber nicht weil du dich noch legitimieren musst sondern weil Entwicklung ein natürlicher Ausdruck von Leben ist.
00:01:39: Viele verwechseln aber heute Identitäten mit Performance.
00:01:42: Identität ist aber kein Projekt, das optimiert werden muss, sondern ein Prozess der erlebt werden will.
00:01:48: Warum feste Identitäten Druck erzeugen?
00:01:50: Menschen definieren sich gerne über klare Narrative – ich bin der oder die Starke!
00:01:56: Ich bin unabhängig und die, die immer alles im Griff hat.
00:01:59: Das Problem, diese Selbstbilder werden permanent zu inneren Verpflichtungen.
00:02:03: Psychodynamisch betrachtet entsteht ein Konflikt zwischen dem reellen Erleben und dem idealisierten Selbstbild was konstant bleiben soll.
00:02:11: Die Folge davon ist innere Spannung, Selbstzweifel das Gefühl nicht mal man selbst zu sein.
00:02:18: Unsere Identität ist keine objektive Realität.
00:02:21: sie ist eine Narration die wir über uns selbst konstruieren.
00:02:24: Konzepte aus der Psychologie zeigen die ordnen Erlebnisse rückblickend so, dass sie zu uns passen.
00:02:30: Wir lassen bewusst das Spekte weg, den ich ins Bild passen.
00:02:33: wir stabilisieren unser Selbstbild durch Wiederholungen Die Freiheit sich neu definieren zu dürfen.
00:02:38: wenn Identität kein fixer Kern ist Sondern ein Prozess dann bedeutet das du darfst alte Version loslassen.
00:02:45: Du musst dich nicht konsistent erklären Du kannst Widersprüche integrieren.
00:02:49: Das widerspricht zwar einer Gesellschaft, die Kohlenz erwartet Aber psychologisch gesehen ist Flexibilität der stabileren Zustand als Starhalt.
00:03:00: Viele halten deshalb an alten Versionen fest, obwohl sie nicht mehr passen.
00:03:04: Identität verändert sich nicht gleichmäßig.
00:03:06: Sie verändern sich in Schwimmen.
00:03:08: Typische Auslöser sind zum Beispiel Ortswechsel Trennung in neue Lebensphasen Reisen Gerade das Alleinreisen wirkt hier wie ein Katalysator.
00:03:17: Rollenfallen weg Spiegelfällen Neue Selfbilder Wie ein neues Self-Bild entstehen.
00:03:24: Diese Phasen fühlen sich oft instabil an, aber sind hochproduktiv.
00:03:54: Stichwort Neuroplastizität.
00:03:56: Jede Reaktion, die du oft wiederholst wird stärker und jede Reaktionen, die dich nicht mehr ausführst, wird schwächer.
00:04:03: Das heißt konkret!
00:04:04: Du hast dein früheres Verhalten antrainiert – meist unbewusst.
00:04:07: Und jetzt trainierst du dir ein neues für Dich passenderes an Weil der Nervensystem ruhiger geworden ist.
00:04:13: Viele alte Reaktions sind eigentlich nur Schutzmechanismen, Verteidigung, Rückzugkontrolle.
00:04:19: Sie entstehen wenn dein System denkt Gefahr.
00:04:22: Wenn du heute anders reagierst, bedeutet das oft.
00:04:25: Dein inneres System bewertet die Situation nicht mehr als Bedrohung.
00:04:28: Du bist nicht kühler geworden, du bist einfach noch viel sicherer geworden weil dein Selbstbild sich gelockert hat.
00:04:37: Ja war da vielleicht ein innerer Satz?
00:04:39: ich musste mich andauernd erklären und rechtfertigen.
00:04:42: Ich darf nicht schwach wirken!
00:04:44: Ich muss reagieren.
00:04:46: wenn selbst Optimierung wegfällt reagieren viele zunächst mit Ruhe sondern mit Aktivierung.
00:04:51: mehr dokumentieren, mehr posten und reflektieren.
00:04:54: Mehr Plan, mehr an sich arbeiten – fast so als müsste man die eigene Existenz immer weiter belegen!
00:05:00: Selbst Optimierung kann der Versuch sein, die Stille nicht hören zu müssen, die entsteht wenn äußere Bestätigung ausbleibt.
00:05:06: Das ist für viele der unangenehmste Zwischenraum.
00:05:09: Zeit ist ein offener Zustand ohne Leistungsdruck.
00:05:12: Mehr Ambigrität, mehr Realität.
00:05:15: Und dann greift oft reflexhaft die Optimierungslogik.
00:05:19: dann nutze ich halt die Reise sinnvoll, da werde ich jetzt noch klarer.
00:05:23: Dann arbeite ich jetzt mehr an mir.
00:05:25: Da muss diese Zeit wenigstens transformativ sein.
00:05:28: aber auch das ist wieder Druck!
00:05:30: Die eigentliche radikale Frage wäre kann ich irgendwo sein ohne daraus sofort eine bessere Version von mir machen zu müssen?
00:05:39: Nun lade ich dich ein für einen Moment ganz bei dir anzukommen und wir gehen dabei ganz bewusst in dein Herzraum hin.
00:05:45: das was dem Yoga Anna hatte dass Herzschrack hat zeichnet wird.
00:05:49: Dieser Bereich steht für Verbindung, Vertrauen und emotionale Regulation.
00:05:53: Aus körperlicher Perspektive legt hier ein sensibler Schnittpunkt zwischen Atem-, Nervensystem- und emotionaler Wahrnehmung.
00:06:03: Wenn du deine Aufmerksamkeit dorthin längst aktivierst du Prozesse die beruhigend wirken können.
00:06:08: Dein Atem wird tiefer, dein System reguliert sich Und dein Gefühl von innerer Sicherheit kann sich stabilisieren.
00:06:17: Genau deshalb ist dieser Raum so zentral, wenn es um Vertrauen geht – nicht als Idee sondern als Erfahrung.
00:06:23: Geführt ihr Herzschakrameditationen.
00:06:25: Vertrauen?
00:06:26: Fangen wir jetzt ganz sanft an!
00:06:27: Wenn du magst schließt jetzt deine Augen erlauben und am Körper eine Position zu finden die sich für dich wirklich angenehm anfühlt.
00:06:36: Du kannst sitzen oder liegen Wo es für dich gerade am bequemsten ist, lasse die Schultern weich werden.
00:06:47: Entspanne deinen Kiefer und komme ganz langsam bei dir an.
00:06:55: Geh nun beide Hände auf die Mitte deines Brustkorbs dorthin wo dein Herzraum ist.
00:07:02: spürt die Wärme deine Hände, spür den Kontakt vielleicht auch einen leisen Druck vielleicht ein sanftes Pulsieren.
00:07:11: atme ruhig durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus.
00:07:19: Mit jedem Einatmen nimmst du neue frische Energie auf.
00:07:23: Mit jedem Ausatmen lässt du los, alles was du gerade nicht brauchst.
00:07:32: werde langsamer ruhiger weicher.
00:07:37: denke nun deine Aufmerksamkeit ganz bewusst in dein Herzraum genau dorthin wo deine Hände grad liegen.
00:07:44: stell dir vor dort beginnt ein sanftes warmes Licht zu leuchten.
00:07:49: vielleicht ist es golden oder rosé oder einfach genau die Farbe, die sich für dich gerade richtig anfühlt.
00:07:57: Mit jedem Atemzug wird dieses Licht ein kleines Stückchen heller und weiter.
00:08:07: Es breitet sich aus durch deinen Brustraum in deine Schultern, durch deinem ganzen Körper.
00:08:15: Und während du weiter ruhig atmest darfst du dich ganz oft fragen Kann ich mir gerade erlauben einen kleinen Stück mehr zu vertrauen?
00:08:25: Nicht alles auf einmal nur ein kleiner Stück.
00:08:27: Vielleicht ist es nur ein Hauch, ein leises inneres Öffnen und genau das reicht momentan.
00:08:36: Spür für sich dein Herzraum mit jedem Atemzug ein wenig weiter öffnet wie Vertrauen nicht erzwungen wird sondern ganz natürlich entsteht.
00:08:48: Du bist sicher du bist gehalten du bist verbunden mit dir.
00:08:54: Bleibe noch einen Moment hier mit deinen atmen mit deinem Herzen Mit diesem Gefühl von sanften Vertrauen.
00:09:05: Einatmen, das Atmen.
00:09:09: Spür wie der Boden dich trägt, wie dein Körper da ist, wie dieser Moment nichts von dir verlangt.
00:09:17: Bleibe noch einen Augenblick hier mit deinem Atem und deinem Herzen, mit deinen Verbrauen.
00:09:27: Und nun komm ruhig wieder an in hier und jetzt.
00:09:31: Spiel deinen Körper, deine Hände dann Brustraum und wenn du soweit bist vertiefe Langsam dein Atem ganz sanft.
00:09:41: Bewege ganz leicht deine Finger, deinen Schultern und nimm wahr wie du hier sitzt.
00:09:49: Wie du atmest, wie du bist und dann öffne langsam wieder deine Augen.
00:10:01: Nimm dieses Gefühl mit!
00:10:02: Du musst nicht alles kontrollieren.
00:10:04: Du darfst entschleunigen, du darfst sich entspannen und vor allem du darf vertrauen dir deinem Weg, deinem Tempo, dein Rhythmus.
00:10:15: Vielleicht nimmt es aus dieser Folge kein klares Ergebnis mit, sondern ein Gefühl.
00:10:20: Ein leises Erinnern daran, dass du längst genug bist – auch mitten im Wandel -, dass du dich nicht selber festhalten musst um dich zu verlieren und das Vertrauen genau dann entsteht wenn du beginnst dich selbst wieder zu spüren.
00:10:33: Nimm das mit in deinen Alltag!
00:10:35: Du darfst wachsen... ...du darfst loslassen….
00:10:39: …und du darfst einfach du sein.
00:10:41: Danke, dass du diesen Moment mit mir geteilt hast.
00:10:43: Bis zur nächsten Folge im Ruhrpol, Eure Ines!
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